Selbstverständnis

Manchmal möchte ich Schweigen. Ich möchte mich mit Stille umgeben, mich in die Sprachlosigkeit werfen und meine Worte in eine tiefe Ruhe legen, einzig um sagen zu können, was meine Worten nicht zu erreichen vermögen. Nicht mit gesprochenen Worten, sondern mit stillem Wissen und friedvoller Akzeptanz gehört zu werden. Ich möchte gehört werden, da wo es zählt, da wo es wichtig ist, bei mir. Ein Schweigen, das alles sagt. Ein Schweigen, dass alles trägt und ausfüllt, ein gutes, ein heilsames Schweigen, kein bedrohlich, vernichtendes, isolierendes Schweigen. 

Schweigen kann ein Gefängnis sein. Ich war als Jugendliche nicht in der Lage zu beschreiben, was ich in meinem Inneren erlebe. Ich habe nicht verstanden, was es mit all diesen Gedanken und Gefühlen auf sich hat, die mich häufig in eine Isolation geführt haben. Wenn wir nicht in der Lage sind, unsere Anliegen in Worte zu fassen und das was uns bewegt mitzuteilen, wird unsere Seele eine andere Möglichkeit suchen, um sich das zu holen, was sie so dringend bedarf. Es ist eines unser ureigenen, tiefen Bedürfnisse, als Menschen von anderen verstanden zu werden. 

Verstanden werden ist uns dann besonders wichtig, wenn wir selber nicht verstehen, ob wir eine richtige, oder falsche Entscheidung treffen. Wenn wir handeln müssen und sich unser Handeln fremd anfühlt, es Unwohlsein in uns auslöst, wir Bestärkung suchen, durch das Verständnis der anderen. Was löst es in uns aus, wenn dieses Verständnis ausfällt, andere uns nicht geben können, was wir in diesem Moment so dringend brauchen, Verstanden zu werden?!

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Ich möchte zwei Formen das Verstehens gegenüberstellen. Verstanden werden und die Bestätigung dafür bekommen und Verstanden werden und nicht die Bestätigung dafür bekommen. Manchmal sind Menschen nicht in der Lage zu verstehen, oder wollen nicht verstehen. Ich denke der größte Konflikt zwischen zwei Menschen ist sehr häufig das mangelnde Verständnis und die daraus resultierende Spannung.

Doch kann dieses Bedürfnis auch zu einer Last werden, wenn wir nicht in der Lage sind, uns dahingehend zu entwickeln, das wir unser Verständnis bei uns selber finden. Wenn es gelingt ganz bei uns zu bleiben und eine gewisse Gelassenheit zu gewinnen, in Zeiten, wo Verständnis und Akzeptanz gerade beim anderen nicht zu erwarten sind, weil der andere gerade auch in einem Konflikt steckt und seine Position nicht aufgeben kann.

Dann ist Stille und Ruhe in sich zu suchen, eine wertvolle Ressource, die uns aus der Situation holen und neue Perspektiven eröffnen kann. Besonders wenn wir ein Gegenüber antreffen, das sich bewusst unverständig zeigt. Eine Person die behauptet, nur seine Perspektive sei realistisch und die Wahrheit. Es gibt kaum Zugeständnisse einer anderen Sichtweise und Meinung. Das Gegenüber wird systematisch klein gehalten und geredet. Das ist besonders fatal, je enger und intensiver die Beziehung zueinander besteht. Viele Menschen erleben massive Verletzungen, durch genau diesen Umgang, mit ihren Gedanken, Gefühlen und Bedürfnissen. Das Gegenüber lässt ihre Realität nicht gelten und verharmlost oder verzerrt im schlimmsten Falle jede Perspektive, die aufzeigt, dass seine Verhaltensweisen Leid und Unrecht ausgelöst haben.

Wie gelingt es sich von diesen Menschen abzugrenzen, wenn wir uns ihre Liebe, ihr Verständnis und Wohlwollen doch so intensiv wünschen. Wenn wir das Gefühl haben ihre Berechtigung zu brauchen, um uns wieder frei und gut zu fühlen. Dann brauchen wir dringend eine neue Perspektive und müssen uns von dieser Abhängigkeit befreien. Auch wenn der emotionale Schmerz in diesem Moment so gewaltig ist und nicht selten dazu führt, das das Vorhaben verstanden, erkannt und akzeptiert zu werden, in eine Sackgasse führt. Wenn wir ganz bei uns bleiben, uns die Berechtigung erteilen die eigenen Bedürfnisse, Gefühle und Gedanken ernst zu nehmen und anzunehmen, werden wir beginnen ein neues Leben zu führen. Wir werden uns befreien von der Abhängigkeit andere Urteile und unser Bedürfnis verstanden zu werden in uns begegnen können. Die Kunst sich selber zu lieben ist nicht für jeden selbstverständlich. Viele Menschen brauchen andere, die sie bestätigen und ihnen erklären, das sie wertvoll sind und werden anfällig für Missbrauch und psychische Gewalt.

Es ist ein stetiger Prozess sich in seinen Handlungen, Entscheidungen und Motiven zu überprüfen und einen gesunden Umgang mit der Meinung und Bewertungen anderer Menschen zu finden. Ich erlebe so viele Menschen, die darin gefangen sind und sich unfrei verhalten, weil sie in sich selbst keine Stabilität und Bestätigung finden.

Wie gehst du mit dem Bedürfnis verstanden zu werden um? Gibt es Bereiche in denen du unfrei bist und dich in Unruhe versetzen lässt, wenn andere dich kritisieren?

#Selbstverständnis #Selbstbewusstsein #Kritikfähigkeit

Vertrauen statt Kontrolle

Ein Richter außer Dienst beklagt, das die Rechtsprechung in Deutschland immer mehr ausgehöhlt wird. Wie häufig werden Regeln umgangen und Gesetzte gebrochen, ohne das eine angemessene Sanktion erfolgen kann.

Die Menschen fühlen sich durch die Rechtsprechung nicht mehr vertreten, gehen auf Distanz, fangen an sich zu schützen und zurückzuziehen. Aus der Perspektive des Einzelnen ist dieser Zustand erschreckend und die Angst unter den Menschen steigt, der Staat reagiert mit Verboten und Überwachung.

Gibt uns diese Überwachungs- und Verbotsmentalität wirklich Sicherheit?! Können wir mit zunehmenden Kontrollmechanismen wirklich auch Sicherheit gewinnen, oder führt diese Entwicklung nicht zu stärkerer Verunsicherung und Unmut?!

Jeder der darüber berichtet, was er beunruhigendes wahrnimmt, steht immer auch in der Gefahr als Verschwörungstheoretiker geächtet zu werden. Was hat es mit diesem Trend auf sich?! Warum zweifeln wir an Aussagen von Zweiflern?! Hier wird das Paradox sichtbar, das wir im Umgang mit unseren zunehmenden Ängsten und Unsicherheiten zeigen.

Auf welche Aussagen verlassen wir uns? Welche Information ist wirklich realitätsnah? Wo führt uns diese Flut an Informationen hin? Wo entwickeln wir uns wirtschaftlich und gesellschaftlich hin?

Vertrauen. Vertrauen ist das Gegenteil von Kontrolle. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser…“, diese Aussagen kennen wir. Ist Vertrauen nicht eine ureigene Kraft, die uns befreit, von Zwang und Kontrolle? Tatsächlich ist Vertrauen für unsere Gesundheit ganz elementar. Ohne Vertrauen können wir uns nicht fallen lassen, nicht entspannen, nicht zur Ruhe kommen.

Gleichzeit sind wir gezwungen uns mehr und mehr auf die neue Situation der Pandemie Maßnahmen einzulassen. Einlassen und auch um das Loslassen könnte man das Einlassen noch ergänzen. Können wir uns einlassen?! Hierbei beobachte ich einen Entwicklung, die unser Land in zwei Lager zu spalten scheint. Maßnahmebeführworter und Maßnahmegegner.

Feststeht, dass alles irgendwie paradox scheint, was diese Zeit mit sich bringt. In all dem zu versuchen Eckpfeiler des Vertrauens ausfindig zu machen scheint fast aussichtslos, aber nicht vergeblich.

Aber wenn wir uns bewusst machen, das Gott unser Richter ist, und der Glaube uns wie eine Festung vor allen Mächten und Gewalten bewahren kann, finden wir tiefe Stärke und Frieden, mitten in der stürmischen, ungerechten, paradoxen und unbeständigen Natur unserer gegenwärtigen Zeit.

Glaube das, stelle dich auf diese Wahrheit, wie auf einen Felsvorsprung, an dem sich die gewaltigen, zerstörerischen Wellen brechen und uns gewaltig nahe mit ihrer Urkraft in Unruhe begeben wollen. Hier genau können wir stehen, wenn wir wissen, wo unser Platz in all dem ist, wo wir sicher sind, wo wir hingehören. Dann überblicken wir wieder einen gewaltigen Plan, einen Durchbruch alter Bilder und Vorstellungen, von dem was Leben bedeutet, was wirklich wert hat, worauf es ankommt, was erwartet und geglaubt wird.

Diese Pandemie ist wie ein Vulkan der seine gewaltige Magma über eine ganze Weltwirtschaft ausgießt. Plötzlich wird das gesamte Gesicht unserer Gesellschaft in ein völlig neues Licht gestellt und die Zeit scheint rückwärts zu laufen.

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Die Pandemie durchkreuzt unsere Abläufe, Planungen, Errungenschaften, alles was wir haben, sind und sein werden ist von einer neuen Dynamik der Ungewissheit bedroht.

Genau jetzt ist es Zeit diese Dinge auf den Prüfstand zu stellen und sich zu fragen, was uns wirklich ausmacht, was wir wirklich brauchen, was wir erlauben uns in Unruhe zu versetzen, weil wir ihm dazu die Macht einräumen und irgendwo davon überzeugt sind, das wir das benötigen, um der zu sein, der wir sind.

Ist es nicht auch eine wahnsinnige Chance, wenn wir entdecken, wer wir sind, im Kontext von Begebenheiten, die uns an den Rand bringen, die uns verzweifeln lassen, bis wir erkennen, das wir loslassen können, Dinge an- und aussprechen, ohne Angst zu haben, was sie mit uns machen, was Menschen mit uns machen, was sie bewirken.

Was sprichst du nicht an- oder aus? Was macht dir Angst in dieser Zeit? Was hat diese Macht über dich, dass es dir deine Ruhe rauben darf? Was erlaubst du in deinem Leben? Angst, Kontrolle oder Vertrauen?!

#keineMachtderAngst #VertrauenstattKontrolle #Corvid19

Erwartungen

Erwartungen hat jede Person, in kleinen und großen Ereignissen, für die wir ein bestimmtes Ergebnis fürchten, oder wünschen.

Als Kinder sind unsere Erwartungen noch sehr weit gesteckt und wir bemühen uns als Eltern, soweit möglich, die Erwartungen unserer Kinder mit zu tragen und erfüllen.

Im Wort „Erwartungen“ finden wir das Wort „Warten“ wieder. Warten ist ein Zustand, der uns mit ganz unterschiedlichen Gefühlen erfüllt.

Es gibt immer weniger Menschen denen es gelingt, auf etwas Warten zu können. Warten verbinden wir mit lästigen Situationen, das Warten auf einen Bus, auf den Sommer, das ende der Schulstunde, hat mich als Jugendliche oft gelangweilt. Auch haben meine Klassenkameraden es kaum erwarten können endlich 18 zu werden. Mit diesem Alter verbinden wir so viele Dinge. Mit 18 ist man volljährig und kann endlich Ausgehen, so lange man das möchte und den heiß ersehnten Führerschein erwerben, der uns eben von dem vielen Warten befreit und wir, wenn wir den Zugang zu einem Auto haben, schneller und zu jeder Zeit von A nach B kommen können.

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Warten zu können ist eine wichtige Ressource, die wir kaum noch beherrschen. Wir werden immer mehr davon abgebracht uns in dieser Disziplin zu üben. Warten ist unangenehm, manchmal fast unerträglich, wenn wir es nicht kennen und in Situationen geworfen werden, die von uns verlangen, Abwarten zu können.

In vielen Situationen wird uns das Abwarten andere Ergebnisse bringen, als das schnelle Ergebnis, das wir oft präferieren. Wenn wir einen Samen in die Erde stecken, werden wir wohl kaum am nächsten Tag einen riesigen Baum erwarten und dann enttäuscht vor der Erde stehen und nach unserem Ergebnis suchen. In der Industrie wird Warten immer mehr zum Luxusgut. Wie häufig unterscheiden sich Lebensmittel, die wir zu Discounter Preisen erwerben, von Lebensmitteln, die wir in regionalen Läden unter Bioprodukten finden, schon alleine dadurch von der Qualität, weil sich bei der Produktion mehr Zeit genommen wurde?!

Das Bild von Saat und Ernte zeigt uns, das auch unser Leben oft in Zyklen verläuft, die es erforderlich machen, uns nach gewissen Umständen zu richten und im Warten zu üben. Diese Umstände werden immer häufiger umgangen. Wir leben in einer immer schneller und komplexeren Gesellschaft und lernen immer schneller ein bestimmtes Ergebnis zu erwarten und verfolgen. Wer lange wartet, verliert kostbare Zeit und Geld. Warten wird als Schwäche deklariert, als Zögern und Ängstlichkeit dargestellt, die Menschen, die Erfolgreich sein wollen davon abhalten, an ihr Ziel zu gelangen.

Das macht es uns schwer, wenn wir versuchen wollen, einen Weg zu finden, den richtigen Zeitpunkt für etwas zu erkennen. Auf der einen Seite wissen wir, das Dinge Zeit brauchen um zu Reifen und in eine gesunde Entwicklung zu gelangen. Auf der anderen Seite haben wir Sorge den richtigen Zeitpunkt zu erkennen und bekommen zusätzlich vermittelt, dass wir nicht zu lange Warten sollten, wenn es um einige Entscheidungen geht.

Die Ambivalenz der Widersprüchlichkeit, die inzwischen mit dem Umgang mit Warten, sich oder anderen Zeit geben, zu finden ist, löst Spannungen aus, die wir alle gelegentlich erleben.

Ich erinnere mich an die Zeit, bevor meine Töchter auf die Welt kamen. Beide haben sich Zeit gelassen und lagen über dem errechneten Geburtstermin. Besonders bei meiner Jüngeren war dieses Warten schwer zu ertragen, da meine Mutter extra angereist kam, um mich nach der Geburt eine Zeit lang zu unterstützen, worauf ich mich schon sehr gefreut und mir die Zeit sehr schön vorgestellt hatte. Meine Tochter dachte allerdings gar nicht daran, sich auf den Weg zu machen und so reiste meine Mutter ab, noch bevor ich mein Kind auf die Welt bringen konnte. Es war ein ganz komisches Gefühl, als meine Planung von der Natur der Umstände einfach über den Haufen geworfen wurde.

Ich hatte überwiegend mit Müttern Kontakt, als meine Kinder noch ganz klein waren und hörte mir gerne ihre Geschichten an und beobachte immer wieder einen Trend gerade unter Müttern, der mich beunruhigt. Für Mütter ist die erste Zeit mit den Kindern schwer, unser gesamter Alltag ist bestimmt, von den Schlaf-, Ess- und Spielphasen unserer Kinder, nach denen wir unsere Termine planen und die unser Leben voll und ganz ausfüllen. Schon wenn die Kinder ganz klein sind, können wir es kaum erwarten wieder Arbeiten gehen zu dürfen, dem Leben wir die Struktur zu geben, die wir gewohnt waren, die uns eine gewisse Sicherheit bot. In der Elternzeit scheint die Zeit rückwärts zu laufen und viele Abläufe verschwinden, wir haben keine Wochenenden mehr, keine Urlaube, keine Pausen. Pausen müssen wir uns aushandeln, mit dem Partner, den Großeltern, oder einer anderen Betreuungsperson. Wir nutzen die kleinen Schlafphasen, um etwas Zeit zugewinnen, das zu tun, was uns gerade einfach gut tut. Manche Mütter Schlafen dann auch, aber das ist mir damals nie gelungen, ich war einfach nur dankbar für etwas Zeit für mich.

Heute geht der Trend dahin, das wir immer schneller Erwartungen an unsere Kinder stellen. Wir wollen sie erfolgreich in diese komplexe Welt entlassen und merken gar nicht, was wir unseren Kinder damit rauben. Die immer dichteren Wochenpläne, die schon Kindergartenkinder in einen Rhythmus zwingen, der jede Freizeit nur noch in kleinen Fragmenten zulässt.

Es ist wissenschaftlich erwiesen, wie wichtig es ist, das Kinder freie Spielzeiten erhalten und möglichst viel Zeit haben, um ihre Welt durch entdecken und ausprobieren anzueignen. Auch das Warten können wird immer schwerer vermittelbar, wenn jedes Drängeln und Nörgeln, die Eltern, die von ihrem Spagat zwischen Beruf- und Elternarbeit meist nicht mehr die Kraft aufbringen, diesem Drängen standzuhalten, schnell beseitigt wird. So erhalten Kinder häufig nicht die Gelegenheit diese wertvolle Ressource zu erlernen, die uns im Leben mit Sicherheit mehr Erfolg bescheren wird, als die Fähigkeiten, die unsere Kinder durch teure Kurse und Freizeitgestaltung, vermittelt werden.

Immer häufiger neigen Eltern dazu, ihre Kinder in einen strengen Zeitplan zu stecken, aus Angst und Erwartung, sonst nicht genug für seine Entwicklung getan zu haben. Oft bekommen wir diese Entwicklung weg von einer entspannten Freizeitgestaltung und Freiräumen, die wir unseren Kinder immer mehr verwehren, gar nicht mit, weil wir uns mehr an anderen Eltern orientieren, als uns bewusst ist.

Welche Erwartungen leiten uns, wenn wir uns in bestimmten Entscheidungen Zeit lassen?! Wenn wir eben nicht schnell noch die nächste Karrierestufe ansteuern, nicht sofort versuchen einer Situation zu entkommen, die sich für uns gerade nicht so gut anfühlt, die uns gerade nicht das Ergebnis liefert, das wir meinen verdient zu haben?!

Wie gehst du mit Erwartungen um? Sind deine Erwartungen positiv oder von Angst und Sorge geprägt?

#Erwartungen #Warten

Du bist schön

Schönheit ist eine Energie, die uns mit einem wohligen, warmen Gefühl erfüllt. Betrachten wir Menschen, die uns besonders schön vorkommen, haften unsere Blicke besonders intensiv auf ihnen. Kennen wir die Personen jedoch nicht, dann sind wir nur heimliche, unauffällige Betrachter. Betrachten wir unser eigenes Kind, erfüllt uns dieses Gefühl besonders intensiv und wir versuchen die Schönheit zu bewahren, hervorzuheben, betonen.

Viele Menschen setzen viel darauf, von anderen schön empfunden zu werden. Dafür investieren sie Zeit und Energie. 

Wenn Schönheit zur Last wird, verlieren wir den Bezug zu dem, was Schönheit sein sollte. Schönheit ist ein Geschenk, das wir uns selber bereiten sollten, in dem wir uns mit Liebe betrachten und lernen, schön zu finden. 

Was einige schön finden, mag für andere gar nicht schön sein. Schönheit hat viel mit unseren Emotionen zu tun und ist ein Zusammenspiel aus dem, was wir als Gesellschaft gegenwärtig für schön befinden. Schönheitsideale sind dabei ungeheuer einflussreich.

Unser Empfinden von dem was schön ist, kann geprägt sein von dem, was wir erlernen als schön zu definieren. Es wird uns quasi anerzogen.

Wenn wir bedenken, dass die Durchschnittsfigur der deutschen Frauen im Größenbereich von 40/42 liegt, die Schönheitsideale aber Figuren abbilden von 34/36, können wir sicher sein, dass diese Entwicklung vielen Frauen, die sich nach diesen Idealen richten, sehr ungesund entgegen spielt.

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Ich erinnere mich an meine Jugendzeit. Gerade in der Jugend bildet sich unsere Identität und wir wollen als schön wahrgenommen und erkannt werden. Fehlt uns hier die stabile Bindung zu einem Erwachsenen, der uns hilft, uns selber als schön wahrzunehmen, beginnen wir diese Bestätigung in anderen zu suchen. 

Viele Jahre habe ich mich nicht als schön wahrgenommen und hart daran gearbeitet, anders auszusehen, ohne meine eigene innere und äußere Schönheit zu verstehen. 

Wenn wir verstehen, wer wir sind und was uns ausmacht, können wir lernen uns als original wahrzunehmen und daraus unsere eigene Schönheit zu schöpfen und entdecken.

Gerald Depardieu war damals einer meiner Lieblingsschauspieler. Sein Aussehen wird kaum jemand als Schönheitsideal beschreiben. Dennoch hat dieser Schauspieler Figuren gespielt, die eine Ausstrahlung und damit Schönheit ausstrahlen, die den Betrachter berühren.

So ist Schönheit viel mehr als nur die maßgerechte Körperformung und Selbstoptimierung. 

Schönheit ist Leben. Schönheit ist eine Beziehung, eine Verbindung, zwischen dem eigenen Körper und der in ihr ruhenden Seele.

Was ist Schönheit für dich?

#dubistschön #Schönheit

Die Kraft der Vorstellung

Die Vorstellung alleine kann genügen, um Menschen von etwas abzuhalten oder zu etwas zu bewegen. Welche Kraft die Vorstellung hat und entwickelt, sieht man vor allem bei Menschen, die mit Ängsten zu tun haben.

Angst hat eine unglaubliche Dynamik. Oft ist diese Dynamik hinter einem Verhalten nicht direkt zu erkennen. Menschen agieren oft ambivalent und für das Gegenüber unlogisch, wenn sie auf eine Angst reagieren, die nur sie selber zu einer bestimmten Situation entwickelt haben.

Angst ist also ein Gefühl, dass jeder kennt und mit dem jeder umgehen muss. Früher oder später müssen wir uns unseren Ängsten stellen, mit ihnen umgehen, um ein Ziel zu erreichen. Wir müssen lernen, die Situation zu überprüfen, die in uns Angst auslöst und zu beurteilen, ob diese Angst berechtigt ist, oder erlernt.

Auch in unseren Handlungen, spielt die Vorstellung eine gewichtige Rolle. Wir haben eine bestimmte Vorstellung, wie unser Arbeitsalltag gestaltet sein soll, also wählen wir einen Beruf, der unserer Vorstellung entspricht. Oder wir wünschen uns einen bestimmten Effekt, wenn wir uns für eine Sache einsetzen, oder Zeit, Kraft und Geld investieren.

Wenn wir diese Vorstellung nicht befriedigen können, oder aus der Mühe darum eine Erfahrung machen, die zwar nicht unserer Vorstellung entspricht, aber das Bedürfnis dahinter auf andere Weise befriedigt, verursacht das in uns Enttäuschung und Verzweiflung und kann Ängste befördern, die uns veranlassen, die Vorstellung aufzugeben, ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Wenn uns klar wird, wie Vorstellungen unser Handeln prägen, können wir versuchen, diese Vorstellung immer wieder zu überprüfen und durch Erwartungen zu ersetzen, die sich eher auf die Erfahrung konzentrieren, die wir machen, wenn wir uns für eine Sache einsetzen.

Eine flexible Erwartungshaltung, die unsere Vorstellungskraft in Bezug zu realistischen Einschätzungen setzt, kann dabei einen wertvollen Dienst leisten.

Hast du auch bestimmte Vorstellungen, die dich antreiben oder von etwas abhalten?

#KraftderVorstellung #Angst #Fokusrichtigsetzen

Was ist wirklich wichtig?

So stehe ich vor diesem Baum. Ein Baum. Nur ein Baum, der stumm steht. Ein Baum der still steht und trotzdem viel erlebt. Ein Baum der kaum wächst und trotzdem groß ist. Der treu den Jahreszeiten folgt, sich treu im Morgenwind beugt, sich nährt von Regen, spendet Schatten, füllt die Erde, mit seinem riesigen Blätterdach, selbstverständlich, kein Aufsehen erregt. Kein Mensch denkt an dich, du Baum, der du stehst, an dem ich vorbei sehe, den ich mich lehne und denke, wertvolle Zeit verschenke, mit Gedanken, mit Schmerzen und Ideen, lehre mich, du Baum, dein demütiges Tun, dein Sein, am Tag, in Nacht und Sturm, oh Baum, dein Tun, es ist unglaublich rein, oh Baum, lass doch mein Leben, ein Stück wie deines sein.

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Ein Baum. Dieser Text zu einem Baum kam mir in den Sinn, in einer Zeit, als ich gerade viele Veränderungen durchlaufen bin. Einige Bereiche meines Lebens lagen wieder offen vor mir.

Die Vorstellung sich wieder neu zu formieren, weckt in uns viele Gedanken und Gefühle, gerade dort, wo wir mit Veränderungen nicht umgehen wollen. Auf der einen Seite begehren wir Veränderungen. Ein Leben ohne Veränderungen, das immer gleich bleibt und uns keine neuen Erfahrungen, Entwicklungen und Perspektiven bietet, weckt in uns genauso ungute Gefühle, wie ein Leben, das von Veränderungen, Brüchen und Kurswechsel begleitet ist.

In Zeiten von Veränderungen ist mir die Vorstellung von diesem großen, starken Baum gekommen. Ein Baum, der tief verwurzelt, immer auf einer Stelle bleibt. Ein Baum, dessen Wachstum wir nicht wirklich wahrnehmen, der uns unsichtbar erscheint und doch atmen lässt.

Atmen ist wie eine Verbindung, ein stilles Abkommen, zwischen uns und diesem Baum.

Wie häufig werden Bäume gefällt. Nehmen wir das Baumsterben war?! Welch gewaltigen Stürme müssen unsere Bäume in den letzten Jahren zunehmend aushalten?! Wir nehmen kaum Notiz von dem Reichtum an Leben, den Bäume schenken.

Ein Baum stand vor meinem Elternhaus. Dieser Baum war hunderte von Jahre alt. Eine alte Linde. Faszinierend, gewaltig, ein Stück gestern und morgen, ein Monument, ein stiller Zeuge vorausgegangener Zeiten. Wie häufig haben wir als Kinder unter diesem Baum gespielt, unsere Finger in seine Rinde gelegt und an ihm hochgeschaut und seine gewaltigen Äste und Zweige bestaunt.

Dieser Baum musste gefällt werden, da ein Sturm ihn schwer beschädigt hat.

Wieder denke ich mir, was für gewaltige Zeiten wir erleben. Ebenso einschneidend, wie das Fällen dieses Baumes, scheint mir diese Zeit, die uns gewaltig erschreckend scheint, weil altbewährtes und bestehendes in frage gestellt wird, wie nie zuvor in unserer Generation.

Was ist wichtig? Was erdet uns, in all diesen Erfahrungen und Veränderungen?

#Baum #Veränderungen #wasistwichtig

Zeitverschwendung

Jede Sekunde ist einzigartig. Sie kommt…sie dauert eine Sekunde…sie ist für immer vorbei…jede Sekunde ist ein Augenblick, der lebt, andauert und vergeht.
Womit hast du jeden Augenblick gefüllt? Gabst du dem Augenblick Sinn?
Wie viele Augenblicke hast du verschwendet, leer gelassen, verplempert?
Du kannst sie nicht zurückholen! Daher bedenke wohl, dass jede Sekunde ein lebendiger Augenblick ist. Deine Aufgabe ist, das Leben des Augenblicks zu füllen, dass er nicht umsonst geboren wurde.

Der Text stammt von einem Bekannten. Er hat ihn auf Facebook geteilt, wie so manchen ungewöhnlichen Gedanken, der mich häufig anspricht, nachdenken lässt, oder einfach nur amüsiert.

Mit der Plattform Facebook, habe ich beschlossen, nach vielen Jahren einen Schlussstrich zu ziehen. Facebook war für mich ein Ort, an dem ich viel Zeit gelassen habe. Ich würde diese Zeit nicht als verschwendet bezeichnen, aber gewonnen habe ich für den Einsatz dieses kostbaren Gutes, einfach viel zu wenig. Meine Gedanken haben sich mit diesen Themen gefüllt und mir hat die Person, die ich dort abbilde einfach nicht mehr gefallen.

Da meine Zeit hier auf Erden begrenzt ist, was mir um so deutlicher wird, wenn ich bedenke, dass ich dieses Jahr die 40 erreiche, suche ich etwas anderes, womit ich die wertvolle Zeit fülle, die Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre und immer weiter fließt die Zeit, immer schneller, weil unser Leben so erfüllt ist, mit all den Alltagsroutinen, all den Aufgaben und Bedürfnissen, die es zu stillen gilt.

Wenn wir unsere Zeit immer mit den selben Dingen füllen, müssen wir uns nicht wundern, wenn wir immer zu denselben Ergebnissen kommen.

Viele Menschen schaffen es nicht, mit der Situation umzugehen, einfach Zeit zu haben. Zeit zu Hause, Zeit alleine, Zeit ohne Planung. Was passiert mit uns, wenn wir uns in dieser Zeit einfach nichts vornehmen?! Wir lassen Sie vergehen, lassen zu, was sie in uns hervorbringt. Das löst bei vielen Unruhe aus. Manche haben regelrecht Schmerzen, wenn sie Zeit alleine haben, sie fühlen sich alleingelassen und einsam. Der Schmerz, den Einsamkeit erzeugt, ist genauso real, wie eine körperliche Wunde. Menschen fühlen sich in Geschäftigkeit wohler und versuchen zu vermeiden, in eine Situation zu gerate, wo sie mit sich und ihrer Zeit alleine sind.

Im letzten Jahr habe ich ein Schweigeseminar besucht. Es viel mir zuvor schwer, mir vorzustellen, meine Gedanken und Gefühle nicht ausdrücken zu können und mit mir und meinem Inneren völlig alleine zu sein. Ich reiste in ein wunderschönes Kloster, begegnete Menschen, die wie ich, die Stille suchten und den Wert des Schweigens für sich entdeckt hatte. Mein fundamentalstes Erlebnis war sicher die tief empfundene Dankbarkeit, mich als Teil einer Stillen Gemeinschaft zu fühlen. Gemeinschaft zu erleben, Nähe zu finden, trotz völliger Stille, stummen Begegnungen, während der Mahlzeiten.

Am Ende fuhr ich mit einer unglaublichen Ruhe heim, die noch lange in meinen Alltag hineinreichte. Seit dieser Zeit halte ich die Augen offen und habe Ehrfurcht vor den stillen Begegnungen, die wir auch in unserem Alltag entdecken können.

Wenn wir einen Augenblick nehmen und ihm die Möglichkeit geben, die Schönheit und den Glanz der Begegnung in uns auszubreiten, kommen wir zu neuen Erkenntnissen und sind nicht länger gefangen in der alltäglichen Verschwendung unserer Lebenszeit.

Wie ist es für dich, dir Zeit zu nehmen, ganz ohne Planung, große Erklärungen und Inhalt?! Kannst du dieses Gefühl aushalten, das in dir hervorkommt, wenn du mit dir und deiner Zeit alleine bist?!

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#Zeit #Zeitlos #Zeitfürmich

Infrage stellen

Sich infrage stellen, ist in meinen Augen eine Kunst. Sich kritisch zu hinterfragen und dabei ehrlich mit sich und seinen Motiven zu sein, schaffen nur wenige.

Der Duden schreibt zu infrage stellen, sich anzuzweifeln. Zweifel sind keine schönen Gefühle, sie hinterlassen Unruhe und lassen uns erfahren, dass wir unwissend sind, es Dinge gibt, die noch im Verborgenen liegen und nicht greifbar genug scheinen, so dass wir warten und hoffen, dass sich unsere Zweifel in Gewissheit verwandeln und eine neue Ausgangslage gewonnen ist, mit der wir Frieden finden.

Nichts ist dabei so unbefriedigend, wie einen Scheinfrieden zu erhalten. Einen Frieden, der nicht in jeden Bereich unserer Gedanken, Gefühle und unseres Wesens gelangt und uns an einem Punkt unserer Gewissheit, nicht erreicht. Eine tiefe Ahnung, dass wir nicht an dem Ort, nicht bei der Person, nicht in dem Job, nicht in der Position sind, die unser inneres und äußeres in Einklang bringt.

Es gehört zu unserer Identitätsarbeit dazu diese persönlichen Prozesse der Aushandlung dessen, was uns mit Sinn und Freunde erfüllt zu einem guten Ergebnis zu führen.

#Identitätsarbeit #sichinfragestellen

Was ist Identitätsarbeit und was leistet sie?

Wer auf meinen Blog gestoßen ist, mag sich zunächst vielleicht fragen, was es mit der Identitätsarbeit auf sich hat, von der ich hier berichten möchte und wie sich so eine Arbeit an der eigenen Identität darstellt.

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Nun die Identität, die sich laut der Theorie des US-amerikanischen Psychoanalytikers Erkison zunächst mit der Frage nach dem, „wer bin ich?“ beschreiben lässt, bilden wir gewöhnlich im Jugendalter und bilden unsere Identität bis ende der Teenagerzeit voll aus. Erikson erklärt die Entwicklungen, die wir nehmen, um zu einer gereiften Identität zu gelangen, anhand eines Stufenmodelles.

Ein weiterer Theoretiker, der sich mit der Identitätsarbeit in unserer Gesellschaft und Zeit befasst, ist der deutsche Sozialpsychologe und Professor Heiner Keupp.

Er beschreibt, dass die Ausbildung der Identität noch nie so viel Aufwand und Herausforderungen dargestellt habe, wie in unserer heutigen Zeit und Gesellschaft, mit all den Möglichkeiten und Chancen.

Unserer Gesellschaft ist unfassbar vielschichtig und individuell geworden. Wir leben in einer sehr schnelllebigen und wechselhaften Zeit. Durch die zunehmende Vernetzung und Globalisierung sind wir wirtschaftlich und politisch einander näher gerückt, jedoch hat diese Entwicklung auch viele Spannungen erzeugt und verlangt uns eine ganz andere Form der Anpassungsfähigkeit ab, als wir es von früheren Generationen kannten.

Zu diesem Thema ließe sich so viel beschreiben und erklären.

Identitätsarbeit in all diesen Entwicklungen bedeutet für mich, seinen Platz zu finden, seine Zugehörigkeit zu schaffen, in einer Umwelt, die uns hohe Flexibilität abverlangt, gleichzeitig unser Bedürfnis nach einem festen Platz, einer festen Gruppe von Menschen, Familie und Partnerschaft, gestillt werden mag.

Diese Herausforderung wird uns nicht immer in jedem Bereich gut gelingen und erzeugt ein Gefühl der Ratlosigkeit, viele leiden unter Depressionen, Schlaflosigkeit, Ängsten.

Deshalb ist es so wichtig, ein besonderes Augenmerk auf dieses Thema zu legen.

Vielleicht hast du Fragen dazu, lass gerne einen Kommentar dazu da.

Nachhaltige Erinnerungen formen

Unserer Vergangenheit können wir nicht ändern. Das ist so ein Satz, den wir kennen, der schnell Verwendung findet, wenn wir über Vergangenes nachdenken, wenn Erinnerungen hochkommen, die wir schwer integrieren können. Die uns lähmen, oder traurig machen, weil wir nicht das bekommen haben, was wir brauchen, uns wünschen, wonach wir suchen und gestrebt haben.
Auf der anderen Seite der Weide scheint das Gras immer grüner, sicher ist es das auch, an der einen oder anderen Stelle, aber auch in unserem Leben, gibt es diese grasgrünen Halme, die andere bewundernd anblicken, wir aber bloß für selbstverständlich halten und häufig übersehen.
Neulich war ich mit einer Freundin im Gespräch, dabei Kommunizieren wir nicht wie im Bilderbuch üblich, dass wir gemeinsam an einem Tisch sitzen und Kaffeebecher halten und dabei auch die Person ganz wahrnehmen. Wir schicken uns Sprachnachrichten, teilen unsere Zweifel, Kämpfe und Empfindungen, obwohl wir uns nur aus der Schule unserer Kinder kannten, keine weiteren Berührungspunkte haben. Wie es dazu kam, kann ich gar nicht mehr zurückverfolgen, es hat sich mit der Zeit so ergeben. Wir teilen Erfahrungen, die ähnliche Gedanken hervorbringen, da wir beide alleinerziehend, zwei Mädels großziehen.Der Austausch ist uns wertvoll, das lassen wir häufig einander wertschätzend wissen. Sie ist wie eine Reisebegleiterin, die ähnliche Gedanken und Fragen teilt, vielleicht eine Art Selbsthilfegruppe, nur das das schon wieder so nach Schwäche und Hilfsbedürftigkeit klingt.
Hast du auch solche „Reisebegleiter“?
Wir sprachen über Haare, meine Gedanken, mir Locken zuzulegen. So kam mir der Gedanken an meine Hochzeit und die damalige Hochsteckfrisur, bei der meine Haare zunächst zu Locken geformt wurden und einige Locken auf meine Schultern hinabfielen. Ich erzählte ihr, wie gerne ich an diese Momente zurückdachte und diese Momente, wie in einer kleinen Schatztruhe meiner Erinnerungen gelandet sind.
Sie war sehr berührt von dieser Beschreibung und das ich so positi Dabei sind wir Menschen ganz unterschiedlich. Manche kommen schnell darüber hinweg, andere benötigen Hilfe von außen.
Mir hilft es die Erinnerungen einzuteilen, wobei zuerst die lauten, anklagenden und dunklen Erinnerungen sicher überwiegen, die uns belasten und keine Sicht mehr lassen, auf all das wertvolle und Schöne, was wir durch diese Erinnerungen erfahren durften.

#Goldgräber #Mindset #positivthinking