Vertrauen statt Kontrolle

Ein Richter außer Dienst beklagt, das die Rechtsprechung in Deutschland immer mehr ausgehöhlt wird. Wie häufig werden Regeln umgangen und Gesetzte gebrochen, ohne das eine angemessene Sanktion erfolgen kann.

Die Menschen fühlen sich durch die Rechtsprechung nicht mehr vertreten, gehen auf Distanz, fangen an sich zu schützen und zurückzuziehen. Aus der Perspektive des Einzelnen ist dieser Zustand erschreckend und die Angst unter den Menschen steigt, der Staat reagiert mit Verboten und Überwachung.

Gibt uns diese Überwachungs- und Verbotsmentalität wirklich Sicherheit?! Können wir mit zunehmenden Kontrollmechanismen wirklich auch Sicherheit gewinnen, oder führt diese Entwicklung nicht zu stärkerer Verunsicherung und Unmut?!

Jeder der darüber berichtet, was er beunruhigendes wahrnimmt, steht immer auch in der Gefahr als Verschwörungstheoretiker geächtet zu werden. Was hat es mit diesem Trend auf sich?! Warum zweifeln wir an Aussagen von Zweiflern?! Hier wird das Paradox sichtbar, das wir im Umgang mit unseren zunehmenden Ängsten und Unsicherheiten zeigen.

Auf welche Aussagen verlassen wir uns? Welche Information ist wirklich realitätsnah? Wo führt uns diese Flut an Informationen hin? Wo entwickeln wir uns wirtschaftlich und gesellschaftlich hin?

Vertrauen. Vertrauen ist das Gegenteil von Kontrolle. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser…“, diese Aussagen kennen wir. Ist Vertrauen nicht eine ureigene Kraft, die uns befreit, von Zwang und Kontrolle? Tatsächlich ist Vertrauen für unsere Gesundheit ganz elementar. Ohne Vertrauen können wir uns nicht fallen lassen, nicht entspannen, nicht zur Ruhe kommen.

Gleichzeit sind wir gezwungen uns mehr und mehr auf die neue Situation der Pandemie Maßnahmen einzulassen. Einlassen und auch um das Loslassen könnte man das Einlassen noch ergänzen. Können wir uns einlassen?! Hierbei beobachte ich einen Entwicklung, die unser Land in zwei Lager zu spalten scheint. Maßnahmebeführworter und Maßnahmegegner.

Feststeht, dass alles irgendwie paradox scheint, was diese Zeit mit sich bringt. In all dem zu versuchen Eckpfeiler des Vertrauens ausfindig zu machen scheint fast aussichtslos, aber nicht vergeblich.

Aber wenn wir uns bewusst machen, das Gott unser Richter ist, und der Glaube uns wie eine Festung vor allen Mächten und Gewalten bewahren kann, finden wir tiefe Stärke und Frieden, mitten in der stürmischen, ungerechten, paradoxen und unbeständigen Natur unserer gegenwärtigen Zeit.

Glaube das, stelle dich auf diese Wahrheit, wie auf einen Felsvorsprung, an dem sich die gewaltigen, zerstörerischen Wellen brechen und uns gewaltig nahe mit ihrer Urkraft in Unruhe begeben wollen. Hier genau können wir stehen, wenn wir wissen, wo unser Platz in all dem ist, wo wir sicher sind, wo wir hingehören. Dann überblicken wir wieder einen gewaltigen Plan, einen Durchbruch alter Bilder und Vorstellungen, von dem was Leben bedeutet, was wirklich wert hat, worauf es ankommt, was erwartet und geglaubt wird.

Diese Pandemie ist wie ein Vulkan der seine gewaltige Magma über eine ganze Weltwirtschaft ausgießt. Plötzlich wird das gesamte Gesicht unserer Gesellschaft in ein völlig neues Licht gestellt und die Zeit scheint rückwärts zu laufen.

Photo by Muhammad Syahroyni on Pexels.com

Die Pandemie durchkreuzt unsere Abläufe, Planungen, Errungenschaften, alles was wir haben, sind und sein werden ist von einer neuen Dynamik der Ungewissheit bedroht.

Genau jetzt ist es Zeit diese Dinge auf den Prüfstand zu stellen und sich zu fragen, was uns wirklich ausmacht, was wir wirklich brauchen, was wir erlauben uns in Unruhe zu versetzen, weil wir ihm dazu die Macht einräumen und irgendwo davon überzeugt sind, das wir das benötigen, um der zu sein, der wir sind.

Ist es nicht auch eine wahnsinnige Chance, wenn wir entdecken, wer wir sind, im Kontext von Begebenheiten, die uns an den Rand bringen, die uns verzweifeln lassen, bis wir erkennen, das wir loslassen können, Dinge an- und aussprechen, ohne Angst zu haben, was sie mit uns machen, was Menschen mit uns machen, was sie bewirken.

Was sprichst du nicht an- oder aus? Was macht dir Angst in dieser Zeit? Was hat diese Macht über dich, dass es dir deine Ruhe rauben darf? Was erlaubst du in deinem Leben? Angst, Kontrolle oder Vertrauen?!

#keineMachtderAngst #VertrauenstattKontrolle #Corvid19

2 Kommentare zu „Vertrauen statt Kontrolle

  1. Nein, ich schiebe diese Entwicklung nicht auf die Corona-Krise, sehe die Krise eher wie ein Brennglas, die diese Entwicklung noch mehr voranzutreiben scheint. Die Kernaussage meines Beitrags liegt aber eher darin, dass die Menschen zunehmend mit Angst agieren und die Kontrollmenchanismen zunehmen. Dieser Trend ist einfach nicht gesund und keinesfalls harmlos.

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